Donnerstag, 18. Oktober 2012

Heiligsprechungen für Dezember 1973

Jakob Bienenhalm:

Heiligkeitsexkommunizierungen für das vorherige Geschäftsjahr

Der gute Roy


Good guy
Nun folgt eine wissenschaftliche Abhandung zum praxisfähigen Zeitreise-System, ausgearbeitet von der Diskordischen Kirche, mit finanzieller Unterstützung von Favorina Lebkuchen (TAKE THAT, WEISS!):
Zuerst muss die Kapsel mit den Reisenden darin in Position gebracht werden.
Dann beginnt man das Gefährt in alle nur möglichen Richtungen zu rollen. Hat man dies getan, muss man sie nur mehr in jene Richtung rollen, in die man sie vorhin noch nicht gerollt hat, im Falle einer Rückwärtsreise natürlich einfach rückwärts.
Sobald die Kapsel ihre Trägheit überwunden hat und von zeitlicher Haft- zu zeitlicher Gleitreibung wechselt, muss der Primärantrieb aktiviert werden, der die Kapsel auf eine initial diagonale Bahn befördert.
Die Kraft, die der Primärantrieb leisten muss, ist genau zu kalkulieren. Dazu muss in Betracht gezogen werden, dass Tage eine Anziehungskraft besitzen, welche die Kapsel langsam in eine Kurve analog zu einer Wurfparabel zwingt.
Auch nicht zu vernachlässigen sind die sogenannten temporal anormalen Tage, die durch ihre speziellen Positionen in der Zeit-Konstellation eine außergewöhnlich große Anziehungskraft haben. Eine komplette Liste solcher Tage ist in jedem vernünftigen Fachinstitut zu erhalten. In unserem Fall wichtig ist der 11. 11. 2011, da dieser für unsere Zeitpiloten quasi als "Anker" dienen wird, der die Kapsel durch seine Graviation in direkter Nähe zu sich zurück auf den normalen Fluss der Zeit schleudern wird.
Der Grund für dieses Landemanöver ist die Tatsache, das hiermit der Eintrittswinkel in den Zeitstrom verringert wird, relativ gesehen zur Flussrichtung desselbigen und der Flugbahn der Kapsel, was für geringere Turbulenzen sorgt.
Unseren Berechnungen zufolge werden die beiden zwischen 8. und 9. November 2011 ankommen und sind dann hoffentlich in der Lage, mit uns Kontakt aufgenommen zu haben.

Dienstag, 25. September 2012

Hermann

"Das Besondere an dem Kuchen ist, dass sich der Hefe-Teig durch Fütterung vermehrt.

Im deutschsprachigen Raum ist Hermann spätestens seit den 1980er Jahren bekannt. Er wird nach Kettenbrief-Prinzipien weitergegeben."


Wie immer wird das Thema ausführlich auf heise behandelt.

Montag, 3. September 2012

Aus den Aufzeichnungen des diskordischen Starez Momisar

Teil 12, Abschnitt 3: Zur Natur des Teufels
[...] Die Vorstellung, der Teufel sei eine manifestierte Gestalt, eine Persönlichkeit mit Form und Geist, ist zweifelsohne veraltet und mit moderneren Konzepten einfach nicht mehr unter eine Uschanka zu bringen. Sie zeigt einen Versuch der Schuldübertragung durch die konkrete Schaffung eines Schuldträgers, ein Abwälzen und Leugnen der Verantwortung. Vielmehr sollte man den Teufel als etwas Höheres, auf einer metaphorischeren Ebene beheimatetes ansehen. In seinen Grundzügen ist die Auswirkung des Satans auf unsere Welt die Idee und die die Kraft der Versuchung, was den Teufel wiederum zum generellen Schema, zum Aufbau, ja zum Rezept eben jener elementaren Versuchung macht. In der Tat, Rezept ist wohl der passendste Vergleichsgegenstand, denn die prinzipiellsten Elemente des Satans sind:
1. Knetteig: 25' Mehl
3 TL Backp.
6,5' Zucker
1 Pr. Salz
je 3 Tropfen Butter-Van./Mandelaroma

2. Creme: 1/2 P. Van.pudd.
5' Zucker
1 Pr. Salz
1/4 l Milch
12,5' Butter      \
2,5' Kokosfett  / zerlassen, etwas überkühlen, dazurühren

3. Belag: 25' gehackte Walnüsse
12,5' Butter
12,5' Zucker
rösten

Auf gebackenen Kuchen Creme geben, Belag darauf verteilen

4. mit 5' Schokokuvertüre verzieren


Donnerstag, 26. Juli 2012

Exkommunizierungen für Juli

Wie jeden vierten Donnerstag im Monat gibt es heute erneut die offiziellen und bescheinigten Exkommunizierungen! Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!

Er ist so allwissend, wenn es zwei Allwissenheiten gäbe, wäre er beide - das dürfen wir natürlich nicht zulassen. Des weiteren ist er ein Kaffee-Gourmet oberster Güte.

  •  Reddit
Ohne jetzt des Teufels Avocado spielen zu wollen, klingt Guacamole doch ziemlich nach Guantanmo, oder?

  • Der katholische Papst
Einfach weil wir ihn gar nicht oft genug exkommunizieren können!

  • Der evangelische Papst
Weils jetzt zwei zum Preis von einem gibt bei den Christen.

  • Alle Bewohner der Stadt Prypjat

Donnerstag, 12. Juli 2012

Ergebnisse einer Wissenschaftlichen Studie zur geplanten Regulierung von Latella nach dem Betäubungsmittelgesetz


Tag 1
21:10 - Der erste Tag ging ereignislos vorüber. Die Testperson gibt an, sich vollkommen normal zu fühlen, sowohl geistig als auch körperlich.

Tag 2
15:21 - Die Testperson berichtet von einem leichten Schwindelgefühl und verlangt nach Wasser.

Tag 4
19:32 - Nach keinen Vorkommnissen am vorherigen Tag kam es heute erneut zu Schwindelgefühlen und einem Schwächeanfall, der jedoch bald wieder vorüber war.
20:11 - Ein Bluttest hat ergeben, dass die Sodiumwerte des Untersuchten in einem indirekten Verhältnis zum Anteil an Sodium in dessen Blut stehen.
20:12 - Die Testperson ist tot.
20:18 - Die Testperson verlangt nach Wasser.

Tag 6
9:34 - Wieder treten Schwindelgefühle auf. Ich kann mich nicht mehr gut konzentrieren. 
12:02 -Das Wasser verlangt nach Testpersonen.
15:23 - Sie formieren sich. Sie haben Waffen und sie werden nicht zögern, sie zu benutzen. Mir ist übel.
18:21 - Trommeln in der Tiefe. Sie kommen.

Tag 274
??:??: Es ist dunkel, immerwährend dunkel. Selbst jegliche Erinnerung an die Sonne schwindet bereits. 
Die Vorräte reichen höchstens noch für morgen. Ich bringe es einfach nicht über's Herz, den anderen das mitzuteilen. Sie denken, wir seien noch für zwei Wochen versorgt und fühlen sich sicher in unserem Unterschlupf. Sie sind in Sicherheit, und sie werden es auch bleiben. Während sie schlafen, werde ich uns neue Nahrung beschaffen. Ich habe noch sieben Patronen und eine ungefähre Ahnung, wo es noch etwas zu holen gibt. So lange ich keinen großen Gruppen über den Weg laufe, werde ich es ohne Probleme schaffen, und dann sind wir wieder für einige Zeit frei von Sorgen. 
Ich sollte nicht so viel trinken, aber ich zittere bereits vor Angst, und der Wodka beruhigt mich. 
Der Professor hält Wache, nach ihm bin ich an der Reihe. Er hat mir bereits mehrmals fragende Blicke zugeworfen... Oder bilde ich mir das nur ein? Ich sitze hier nervös mit meinem Büchlein und einer Flasche Wodka in der Ecke - ich hoffe es ist nicht zu offensichtlich, dass ich etwas vorhabe. Aber der Professor würde es verstehen. Er ist ein intelligenter und warmherziger Mensch. Jammerschade, dass sie seine Frau erwischt haben, sie haben wirklich gut zusammengepasst. Seit dem Vorfall wirkt er zerstreut und abwesend... Aber wer kann ihm das verübeln? Er hat letztens mit mir ein langes, tiefgründiges Gespräch geführt. Ich habe viel über ihn gelernt. Ich sollte es aufschreiben, es ist wirklich inspirierend. Und so würde es nicht verloren gehen wenn ich heute Nacht... Nein. Alles wird gut gehen heute Nacht. Sie scheinen nicht besonders aggressiv zu sein in letzter Zeit, und ich habe da draußen schon genug Scheiße überlebt. Also warum habe ich heute so ein mieses Gefühl? 
Was soll's, noch eine Flasche her. Der Professor blickt schon wieder in meine Richtung - Nastrovje, Kollege! Wir feiern eigentlich viel zu selten. Wir haben ja nichts anderes zu tun, da könnten wir uns wenigstens freuen dass wir noch am Leben sind, im Gegensatz zu den vielen anderen armen Bastarden, Gott sei ihnen gnädig... Also, ein Schluck noch, mehr nicht. Ich muss ja noch zielen können.
Gleich geht der Professor schlafen. Ich bin vorbereitet. Meine Waffen sind eingesteckt, ich bin bereit. Dieses scheiß Gefühl in der Magengrube verschwindet einfach nicht. Aber ich werde keinen Rückzieher machen. Morgen werd ich lachen über meine dämliche Angst, und wir werden alle feiern und trinken bis zum Umfallen. 
Der Professor hat sich hingelegt und ist sofort eingeschlafen. Er schnarcht laut. Es ist soweit. Scheiße. Jetzt gibt's kein Zurück mehr. In einer, höchstens zwei Stunden bin ich zurück, bevor Connors Schicht anfängt. Keiner wird etwas merken. Also los.